Geschichten-Sammlung

Etwas Skurriles, Besinnliches und was Leichtsinniges von Mila Nabel


18.02.15

35 Grad im Schatten

von Mila Nabel

Frau Flöter – Frühaufsteherin – befand sich für fünf Tage in Berlin. Dort hatte sie Verwandtschaft und Verpflichtungen. Ihren Hausfreund hatte sie zuhause gelassen, weil der sich dann bei der ihm nicht bekannten Verwandtschaft gelangweilt hätte, und weil bei solchen Anlässen doch immer von früher gesprochen wird, hätte er auch nicht mitreden können. Also blieb er lieber zuhause.

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18.02.15

Was man im Urlaub so erlebt

von Mila Nabel

Beim Inder in der Bleibtreustraße kann man nicht nur gut und preiswert essen, sondern auch immer nette interessante Menschen kennen lernen. Vorausgesetzt ist natürlich, dass man in Berlin ist und dass Sommer herrscht. Lange Tische mit Bänken vor dem Lokal geben dazu Anlass.

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18.02.15

Vielleicht hätte sie einmal klingeln sollen.

von Mila Nabel

Es glich einer Ouvertüre und hatte etwas Feierliches an sich, als Annie zum ersten Mal die Flügeltüren zur Terrasse der neuen Wohnung öffnete. Sie atmete tief ein und sah sich um. Rechts im Hof stand ein großer Nussbaum, der seine Zweige ausstreckte über die mit Teerpappe bezogenen Garagen, die hinter ihrer Terrasse lagen, das heißt eher die Fortsetzung ihrer Terrasse bildeten.

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18.02.15

Fräulein Krull

von Mila Nabel

Als ich acht Jahre alt war, lebten wir in Magdeburg und da hatte ich bei ihr Klavierunterricht. Sie war sehr alt und klein und dick. Ich erinnere mich gut an sie. Sie wohnte im vierten Stock am „Breiten Weg“ einer Hauptstraße, die ich überqueren musste.

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18.02.15

Es war das Jahr 1988

von Mila Nabel

Es war das Jahr 1988 wir befanden uns auf einer großen Russlandreise, meine Freundin und ich. Sie hatte diese Reise mit ihrem Mann machen wollen, man hatte sich Lektüre geholt, vieles angelesen und dann bekam der Mann plötzlich Leukämie und starb innerhalb von sechs Wochen.

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18.02.15

Er war Wirt

von Mila Nabel

Er war Wirt, aber nicht so einer der Wirt wird, weil er nichts anderes wird. Nein, er war Wirt aus Berufung, hieß Rudi und sollte kurz vor seinem 70. Lebensjahr aufhören.

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18.02.15

Die zweite Ehe

von Mila Nabel

Vor vielen Jahren spielten wir zusammen bei Grün-Weiß Volleyball und verstanden uns gut. Nach dem Training wurde die Vereinsgaststätte aufgesucht, man sprach miteinander, beide hatten wir einen Hausbau vor und so lernte sich auch die Familie kennen.

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18.02.15

Die Sache mit der Morgenpost

von Mila Nabel

Es betrug sich außerhalb eines indischen Lokals in Berlin, das lange Tische mit Bänken vor der Tür stehen hat, dass an einem Tisch nur ein einzelner Mann saß, der die Zeitung las.

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18.02.15

Der Funke

von Mila Nabel

Immer wenn sie in den Schwarzwald fuhr, nahm sie auch an den Wanderungen teil, die dort vom örtlichen Kurverein angeboten wurden. Der Wanderführer war ein strammer Kerl und hatte die 50 schon überschritten. Er überprüfte seine Schäfchen, die sich pünktlich am Kurhaus versammelten auf gängige Schuhe, und scheute sich nicht, einige zurückzuschicken, mit den Worten „kumsch halt andermol widder.“

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18.02.15

Das spielt doch keine Geige

von Mila Nabel

Da Frau Flöter einigen Lesern schon bekannt sein dürfte, muss hier einmal über ihre Schwester, Frau Clara Weidemann gesprochen werden. Selbige hatte von ihren Kindern ein Premierenabonnement eines Berliner Opernhauses geschenkt bekommen. Sie liebte Operetten ganz besonders und freute sich tagelang vorher auf die Vorstellung. sie in wilder Ehe, aber eher nicht, sie sehen so bieder aus.

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18.02.15

Das Ehepaar

von Mila Nabel

Sie sind aus Holz und handgefertigt. Wir kauften sie 1993 auf einem Ostermarkt in Fürstenwalde, östlich von Berlin. Ein Osterhasenehepaar, vielleicht ist es gar kein Ehepaar, vielleicht leben sie in wilder Ehe, aber eher nicht, sie sehen so bieder aus.

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18.02.15

Das Lama

von Mila Nabel

Er hieß Gospodin und war todunglücklich, weil man ihm sein Lama weggenommen hatte. Diese Schweine von Greenpeace hatten das eingefädelt, weil sie meinten, dass dem Lama die Kellerstufen nicht zuzumuten wären. Da lebte er in einem Abbruchhaus und er hatte noch so viel Heu auf Lager und das Lama war weg.

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18.02.15

Blut ist dicker, als Wasser.

von Mila Nabel

Ich weiß, dass ich der Ersatz bin. Und nur, weil ich der Ersatz bin, wurde ich nicht abgetrieben. Geboren bin ich 1948 und zwar in Dänemark. Wir kommen aus Westpreußen, höre ich meine Mutter noch heute sagen. Wir kommen aus Westpreußen, sagte auch ich, als ich noch ein Kind war.

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26.04.10

Ein Tag vor Weihnachten

von Mila Nabel

Schon als Schüler spielte ich begeistert Doppelkopf - dieses Fieber grassierte in unserer Klasse so stark, dass wir selbst im Landschulheim mit der Taschenlampe unter der Bettdecke spielten. Inzwischen waren aus uns Doppelkopfbrüdern Studenten geworden. Der eine studierte in München, der andere in Kiel.

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26.04.10

Heute hätte Tante Maria Geburtstag

von Mila Nabel

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26.04.10

Geheime oder gemeine Freuden

von Mila Nabel

Herr Hugo Flöter, der sich anlässlich eines Kleintierkongresses in Murnau aufhielt, nutzte anschliessend für vier Tage die Gelegenheit, sich München einzuverleiben.Aus finanziellen Gründen wohnte er in Feldkirchen, einem Ort in Richtung Erding. Dort hatte eine Pension mit gepflegter Küche und gemütlichen Gasträumen gewählt.

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26.04.10

Der Sylvesterlauf

von Mila Nabel

Hugo Schneider ist in erster Linie Sportler und dann erst Hausmeister und das an der Fachhochschule für Sozialwesen. Er ist mittelgroß, kräftig und hat blaue Augen. Meistens trägt er eine Mütze. Beim Training ist es eine aus Wolle oder eine mit Schirm; bei der Arbeit und da auf jeden Fall, wenn er im Heizungskeller zu tun hat, einen undefinierbaren Filzhut. Wer Hugo gut kennt, weiß. dass er eine Glatze hat, hinten von Ohr zu Ohr durch einen grauen Haarkranz gemildert.

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26.04.10

F ü n f

von Mila Nabel

Ich sah ihn in der Reihe stehen, vor ihm kleine Kinder zwischen sechs und zwölf Alle wollten sie die Gummiente besteigen, die in einem kreisrunden aufgepumpten See rumbockte. Der See, unten rot und oben blau hatte ein Steppmuster, wie bei Daunendecken. Autos gab es zu gewinnen, kleine Autos, etwas größere mit Schwungrad und wenn man sich ganz lange halten konnte, so bis Stufe fünf oder sechs gab es ein Funkgesteuertes.

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26.04.10

Er heißt Ludwig und sieht blendend aus.

von Mila Nabel

Ich kenne ihn nur im Anzug und Krawatte. Vor zwei Jahren sah ich ihn zum ersten Mal, da arbeitete er noch unten an der Kasse und ich genoss es, Geld abzuholen, obwohl das schon super peinlich war, wo doch alle Welt die Automaten benutzt. Jetzt weiß ich, dass er oben sitzt, das Fenster seines Zimmers hat Ausblick auf den Marktplatz , ein idyllischer Marktplatz mit vielen Fachwerkhäusern und unheimlich schnuckeligen kleinen Cafe's.

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26.04.10

Der Apotheker oder die Apotheker

von Mila Nabel

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26.04.10

Das Fotoalbum oder die Fotoalben

von Mila Nabel

Wer Elvira bereits kennt, ahnt sicher, dass diese nicht auf Rosen gebettet war. Es bot sich ihr ein Nebenjob jeden Mittwoch für drei Stunden. Diesen nahm sie an, allerdings erst, nachdem sie mit ihrer Mutter Gundel gesprochen hatte.

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26.04.10

Das Briefgeheimnis

von Mila Nabel

Der Taxifahrer, offensichtlich ein Ausländer, schaute ihr durch den Rückspiegel direkt in die Augen - einen Moment zögerte sie, dann hielt sie dem Blick stand und lächelte.

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